Sven Giegold
Mitglied der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament

Sprecher Europagruppe Grüne

Jährliche milliardenschwere Zinsersparnis des Bundes steigt weiter an

Die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine schriftliche Anfrage des SPD-Bundestagsabgeordneten Joachim Poß zeigt, dass der Unterschied zwischen den geplanten und den tatsächlichen Zinsausgaben des Bundes kontinuierlich ansteigt. Im nächsten Jahr wird sie voraussichtlich 19 Mrd. Euro betragen.
Die veranschlagten Zinslasten im Finanzplan 2010-2014 weichen von den tatsächlich gezahlten Zinsen stark ab. Die Ersparnis wird gegenüber der Planung von Jahr zu Jahr größer.

Deutschland spart dank der Eurozonenkrise und damit einhergehender niedriger Zinsraten im Zeitraum 2010-2014 ganze 40,9 Milliarden Euro auf Kosten der EU-Krisenländer, die sich nur unter enorm hoher Zinslast refinanzieren können. Auch die Länder und Kommunen haben erhebliche Vorteile. Da fällt es leicht Haushaltsanierung und Wirtschaftswachstum zusammen zu realisieren. Abfällige Äußerungen der Bundesregierung gegenüber mangelndem Spareifer in den Krisenländern entpuppen sich so als Arroganz von Abstaubern.

 

Jährliche Zinsersparnis

Rubrik: Wirtschaft & Währung

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